Ein gutes Steak spricht oftmals für sich selbst. Nicht ohne Grund ist um die richtige Zubereitung beinahe schon ein eigener Kult entstanden. In Küchen, Restaurants und einschlägigen Foren wird hier täglich über die Qualitätsmerkmale, die richtige Zubereitungstechnik und geeignete Gewürze debattiert. Gerne wird dabei die andere Hälfte des Tellers vergessen, die mindestens ebenso wichtig ist, wie das Steak selbst: Die Beilage. Wer glaubt, dass er bei der Fleischzubereitung viele Möglichkeiten hat, wird überrascht sein, welche Optionen ihm sich auch bei den Beilagen eröffnen.

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Häufig als Garnitur abgetan, erlaubt allein schon der Salat eine Vielzahl von Zubereitungsarten. In Amerika, einem Land, in dem Fleisch in allen Formen definitiv weit oben auf der Speisekarte steht, wird zum klassischen Barbecue beispielsweise sehr gerne der sogenannte „Coleslaw“ gereicht. Diese fein geraspelte, amerikanische Variante des Weißkohls passt so gut zu Steaks und anderem Fleisch, dass es verwunderlich ist, dass man in Deutschland nur so selten darauf stößt. Aber auch klassischere Varianten des Salats haben durchaus ihre Berechtigung auf dem Steakteller. Durch seine knackige Textur bringt Schnittsalat zusammen mit Kirschtomaten und Mozzarella nicht nur ein mediterranes Flair auf den Teller, sondern verwandelt sich durch Dressing und Fleischsäfte auch nicht gleich in ein unappetitliches, welkes Blatt. Unter Lollo Rosso findet man auch eine tiefrote Art dieses Schnittsalats, der zusätzliche Farbe auf den Tisch bringt.
Vor allem im Sommer bieten sich auch ganze Maiskolben als Beilage an. Gebuttert und über dem Grill oder in der Pfanne goldgelb gebräunt, funktioniert der leicht süße Mais überraschend gut mit dem Steak und unterstreicht dessen herzhafte Natur.
Sehr beliebt ist hierzulande natürlich auch die Kartoffel. Wem die klassischen Pommes zu simpel oder zu umständlich in der Selbstherstellung sind, der kann es mit Kartoffelecken versuchen. Gut gebürstet und geviertelt, lässt sich diese Kartoffelvariante auch mit Schale problemlos über dem Grill oder im Backofen zubereiten. Oftmals reicht es diese einfach mit Olivenöl zu beträufeln und mit Salz und Pfeffer zu würzen, doch auch Rosmarin, Knoblauch und andere Gewürze passen sehr gut zu Kartoffelecken. Etwas zeitaufwändiger aber nicht minder lecker sind auch ganze Ofenkartoffeln. In Aluminiumfolie gewickelt, garen diese langsam direkt in der Glut oder im Backofen, und werden gerne mit Sour Cream gereicht. Dabei eignen sich kleinere Knollen eher für die Kartoffelecken und große Exemplare für die Ofenkartoffel.

Allerdings sind Kartoffeln und Salate sehr häufige Fleischbeilagen, die sich trotz der vielen Zubereitungsmöglichkeiten oftmals doch ähneln. Aber auch hier gibt es die Möglichkeit, sich durch die richtige Beilage deutlich abzuheben.
Pilze sind in deutschen Gefilden eine beliebte Zutat in vielen Gerichten. Während der Grillsaison können sie jedoch auch im Alleingang glänzen. In Honig und anderen Gewürzen mariniert, lassen sich vor allem Champignons sehr gut in Aluminiumschalen über dem Grill schmoren. Ganz nach Gusto kann man auch Gemüse dazugeben. Schnell wird aus Zucchini, Möhren und Paprika zusammen mit den Pilzen eine bunte Beilage für das Steak. Jedoch muss man auch in den kälteren Monaten nicht auf Pilze verzichten. Größere Champignons eignen sich durch ihre Form sehr gut zum Füllen mit Frischkäse. Diese Variante kann man dann auch im Backofen zubereiten.
Die Spargelsaison ist für viele ein kulinarisches Highlight im Jahr. Auch als Steakbeilage kann Spargel punkten. Vor allem die grüne Sorte ist hierbei besonders schmackhaft und lässt sich nach dem Kochen einfach zusammenlegen und mit Speck umwickeln. Im Backofen wird aus diesem Päckchen dann ein wahres Geschmacksbündel, da der Spargel die Säfte des Specks aufnimmt. Wer Spargel nicht mag, kann diesen auch ohne Geschmackseinbußen durch grüne Bohnen ersetzen.

Leider steht nicht immer ausreichend Zeit zur Verfügung, um aufwändige Beilagen zu kochen oder anzurichten. Glücklicherweise geht es auch mit wenig Aufwand.
Durch ihre milde Schärfe sind ganze Zwiebelringe eine Fleischbeilage, die nicht nur zu Leber passt. Langsam in ausgelassener Butter geschmort, eignen sich diese auch ideal zum Steak. Rote Zwiebeln haben dabei nicht nur die richtige Größe, sondern fügen dem Gericht auch zusätzliche Farbe bei.
Auch Weißbrot oder Baguette kann entweder, zusätzlich zur Beilage, gereicht werden, oder aber als eigene Beilage dienen. Beim Grillen eignet sich hier vor allem das Kräuter- oder Knoblauchbaguette, das nur über der Flamme den richtigen Bräunungsgrad erhält. Weniger von der Jahreszeit abhängig ist das klassische Baguette. Vor allem Sauerteigbaguettes passen hervorragend zum Steak und sorgen dafür, dass kein Tropfen des Bratensaftes oder der Sauce verloren geht.

Beilagen gehören zum vollständigen Steakgericht dazu. Durch ihre Vielfalt kann man jedem Steak eine persönliche Note geben. Dabei sind die genannten Beilagen nur ein Auszug. Letztlich ist der Kreativität hier keine Grenze gesetzt.

Quellen:
www.kochbar.de
http://www.brigitte.de/rezepte/kochschule/zu-fisch-und-fleisch–welche-beilagen-passen-wozu–10173914.html (Abschnitt über Steaks)